Die Highlights der letzten Monate – zweiter Teil

Nach unserer SWAP Konferenz waren wir ziemlich fertig und mussten uns erstmal richtig ausschlafen. Eine Woche haben wir dann gearbeitet mit Höhen und Tiefen und hatten wieder einmal ein paar Schwierigkeiten all die Eindrücke und Erlebnisse zu verarbeiten. Wir haben aber unser Bestes getan und uns total auf den Samstag nach der ersten Arbeitswoche gefreut, denn da haben wir mit Leuten aus der Gemeinde ihren Geburtstag gefeiert.

Wir sind Richtung Ostküste gefahren und haben ein typisch nordirisches Picknick gemacht. Leider war es an diesem Tag einfach unglaublich windig und uns ist erstmal alles durch die Gegend geflogen. Es war echt schwer zu essen und ich habe fast die Krise mit meinen langen Haaren bekommen, die mir einfach ständig ins Gesicht geflogen sind.

Nachdem wir ein bisschen herumgefahren sind und unser Picknick beendet hatten, sind wir noch in ein Gartencenter gefahren. Dort gab es aber nicht nur Pflanzen sondern auch richtig schönes Geschirr. Wir hätten da noch 100 Stunden länger bleiben können.

Wir haben dann noch einen Tee im Gartencenter getrunken und wollten uns dann auf den Weg nach Hause machen. Dafür war ich super dankbar, denn seid wir uns im Gartencenter hingesetzt hatten, ging es mir immer schlechter. Ich hatte auf einmal am ganzen Körper Schmerzen und habe aber nichts gesagt, weil ich die Stimmung nicht vermiesen wollte und dachte, dass die Woche einfach nur zu anstrengend war und ich mich einfach ausruhen musste. Auf der Autofahrt bin ich dann ziemlich still geworden und musste echt die Zähne zusammen beißen um nicht loszuheulen, weil es einfach nicht besser wurde.

Als wir nach gefühlten Ewigkeiten endlich Zuhause angekommen sind, bin ich einfach nur ins Bett gefallen und konnte gar nichts mehr machen. Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich auch nicht daran geglaubt, dass ich jetzt Corona haben könnte. Wir haben dann auch einen Test gemacht und ich wollte ihn schon weglegen, weil kein Strich zu sehen war. Liana – die Coronapolizei hat aber nochmal genau geguckt und den Test mit der Taschenlampe inspiziert. Und siehe da, es war ein ganz leichter Strich zu sehen. Da wussten wir erstmal was los ist und ich lag tatsächlich die nächste Woche einfach flach.

Sonstige Einblicke in das Paisleben

Immerhin konnte ich mich in der Quarantänezeit an dem beginnenden Frühling und einem gefüllten Kühlschrank erfreuen.

Außerdem hatte ich endlich mal wieder Zeit mit meinen Freunden zu telefonieren und alte Serien herauszukramen.

Trotzdem hatte es einige Zeit gedauert, bis ich wieder alles machen konnte und deswegen bestand mein Alltag aus Schlafen, Essen und ausruhen, denn alles war anstrengend.

Ausflüge und Marmeladenglasmomente

Hier waren Liana und ich das erste Mal im Harlem Café frühstücken und ich sags euch: Es war sooooo lecker ❤

Außerdem waren wir im Kino und haben den Film „Belfast“ geschaut. Es ging um einen protestantischen Jungen, der Zeuge des Nordirlandkonflikts wird, weil Protestanten sein eher katholisches Wohnviertel verwüsten und randalieren. Es hat uns richtig deutlich gemacht, wie es für die Kinder Belfasts damals gewesen sein muss. Also große Empfehlung!

Ansonsten waren wir mit Alan und Linda unterwegs, haben viele und die schönsten Regenbögen Belfasts gesehen und haben den Frühling genossen.

Im März gab es einige schöne Tage, an denen die Nordiren alle ihre T-Shirts und kurzen Hosen ausgepackt haben. Ich war trotz der Sonne immer noch sehr froh über meinen Wintermantel, habe mich aber natürlich auch total über die warmen Sonnenstrahlen gefreut. Außerdem arbeitet es sich mit Sonne sowieso immer viel besser.

Hier haben wir endlich die Fahrräder aus dem alten Haus geholt und sind damit nach Holywood an einen Strand gefahren um ein mini kleines Picknick zu machen. Die Fahrt war einfach so anstrengend, weil wir mit dem Fahrrad AUF der Autobahn fahren mussten. Das war eine absolut lustige Erfahrung.

St. Patrick’s Day

Außerdem wurde uns die große Ehre zuteil einen St. Patrick’s Day in Irland zu verbringen. Wir hatten an diesem Tag sogar frei und konnten ganz allein entscheiden, was wir damit machen wollten.

Wir haben uns also einen grünen Haarreif in der Stadt gekauft und uns in die Menschenmenge gestellt um die Parade zu sehen. Leider hatte es kurz davor noch angefangen zu regnen und alle sind nass geworden.

Anschließend saßen wir in einem Pub und ich habe zum ersten Mal Guinness Bier probiert. Mein Fazit dazu: Es schmeckt einfach ekelhaft.

Irgendwann sind wir dann nach Hause gegangen und ich habe noch mit meinen Eltern telefoniert. Danach habe ich mich ausgeruht, denn ganz erholt von Corona war ich immer noch nicht.

Ein Besuch von Sunny – die große Überraschung

In jedem Term bekommen wir ein Weekend Off, an dem wir nicht arbeiten müssen und ich hatte mir meines im März genommen. Eigentlich wollte ich alleine wegfahren um mal richtig Abstand von allem zu gewinnen, aber meine lieben Teamkollegen hatten eine Überraschung für mich. Sie haben mich schamlos wochenlang verarscht und mir sonst was erzählt, was an diesem Wochenende passieren wird. Der letzte Stand war, dass ich Freitag Abend um 10 Uhr meine Tasche gepackt haben sollte und einen Schlafsack, meine Trinkflasche, eine Bibel, warme Sachen, Mandelmus und ein kleines bisschen Geld einpacken sollte. Ich wusste absolut nicht, was die zwei da geplant hatten.

Und dann kam Liana Freitag fünf Uhr nach einem Spaziergang ins Haus und wollte mir unbedingt etwas erzählen. Sie hätte aber Bauchschmerzen und deswegen müsste sie sich ins Bett legen und es mir da erzählen. Wir sind also hochgegangen und Liana hat mir irgendeine Geschichte aufgetischt, dass ein Typ im Ormeau Park meine Nummer haben wollte und nach mir gefragt hätte. Ich war einfach komplett perplex und konnte es gar nicht glauben und dann sehe ich nur wie Sunny mich anruft. Nichtsahnend sage ich noch zu Liana: „Ach Sunny ruft mich an, vielleicht ist was passiert. Kann ich kurz rangehen?“ Und Liana meinte natürlich „Ja“. Und alles weitere seht ihr dann in diesem Video 😀

Wir haben dann also unsere gemeinsame Zeit genossen, ganz viel gesungen und Belfast angeguckt.

Aufgrund einiger Umwege ist Sunny dann noch bis Mittwoch geblieben und hat auch noch unseren Arbeitsalltag voll mitbekommen.

Ich habe es so genossen sie hier zu haben und ihr alles zeigen zu können, denn endlich musste ich ihr mal wieder nicht alles erzählen, sondern wir haben es zusammen erlebt. Und das ist besser, als jeder FaceTime Anruf ❤

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