Unsere erste Ferienwoche – Dublin und Galway

Unser Trip nach Irland

Lange haben wir überlegt, was wir in unseren Osterferien machen wollen und sind dann nach einiger Zeit zu dem Entschluss gekommen, einen Irland Roadtrip zu machen. Dabei haben wir überlegt, was wir denn von dieser Insel alles sehen wollen und was machbar ist. Also haben wir uns für Galway und Cork entschieden. Galway an der schönen Westküste Irlands und Cork einmal im Süden. Der Traum war gut, die Planung dann natürlich etwas anstrengender und das Erwachsensein habe ich zwischendurch regelmäßig verflucht, weil man immer an alles denken musste. Wir haben es aber erfolgreich gemeistert und rückblickend ist es ein wunderschöner Urlaub geworden, aus dem ich sehr viel gelernt habe.

Schon im vorhinein haben wir die Unterkünfte gebucht und wollten dann kurze Zeit eher noch die Busse buchen, denn das konnten wir ja spontan entscheiden, wann genau wir wie wo sein wollten. Also haben wir schon schön immer auf die Preise und Verfügbarkeit der Busplätze geschaut. Einen Tag vorher war noch alles gut und weil wir diesen Montag ja in Derry verbracht haben, wollten wir uns am Abend dann die Zeit nehmen. Leider hat die Seite uns da aber etwas falsches angezeigt und alle Busplätze bei sämtlichen Anbietern waren dann weg. Also mussten wir kurzerhand auf den viel teureren und früheren Zug zurückgreifen. Nach ungefähr zwei Stunden herumtelefonieren und buchen, haben wir gepackt und sind dann endlich ins Bett gefallen, um Dienstag früh zeitig zur Zugstation aufbrechen zu können. Zum Glück haben wir gleich in Belfast ein richtig süßes und nettes Ehepaar getroffen, die ihre Familie in Dublin besuchen wollten und sich deswegen richtig gut auskannten. Sie haben uns dann auch Tipps für Galway und Cork gegeben und haben sich immer wieder erkundigt, wie unsere Reiseplanung weiter verlief.

Nachdem wir einen weiteren Bus von Dublin City zum Dublin Airport gebucht und uns auch den Bus von Galway nach Cork gesichert hatten, konnten wir endlich ein bisschen entspannen und uns auf die paar Stunden in Dublin freuen.

Wir haben uns einen Meal Deal gekauft und sind vom Bahnhof zu unserer nächsten Bushaltestelle gelaufen. Glücklicherweise war diese in der Innenstadt und wir konnten ein paar Sehenswürdigkeiten in Dublin mitnehmen. Eine wirklich sehr schöne Stadt.

Wir sind dann mit dem Bus von Dublin City zum Dublin Airport gefahren, nur um dann dort einzusteigen und zurück zu Dublin City zu fahren (nein, leider konnten wir nicht einfach in der Stadt einsteigen, dafür hätte wir ein Flexi-Ticket gebraucht).

Und dann ging es endlich los nach Galway. Die Fahrt verlief dann endlich etwas entspannter und wir sind super gut in Galway angekommen.

Wir waren echt fertig, haben uns aber total gefreut endlich angekommen zu sein. Wir hatten erstmal Hunger und haben ein Restaurant aufgesucht, welches uns das super liebe Ehepaar aus dem Zug empfohlen hatte.

Glücklicherweise schien dann die Sonne in Galway und wir haben das Restaurant relativ schnell gefunden.

Wir waren ganz verzaubert von der Atmosphäre der Stadt und haben es sehr genossen einfach mal dazustehen und zuzuhören. Lustigerweise haben wir auch schon auf dem Weg in die Innenstadt unglaublich viele Deutsche gesehen und uns gleich wieder richtig wie im Urlaub gefühlt. Genauso auch an dem Platz wo wir der schönen Musik gelauscht haben. Wir haben dann einfach eine Familie angesprochen, die für uns wirklich sehr Deutsch aussahen und konnten dann gleich mit der Tochter sprechen, die auch ein Auslandsjahr in Irland macht. Wir haben uns auf Anhieb super verstanden und es war echt schön sie zu treffen. Dann mussten wir aber wirklich los und wollten endlich in unsere Unterkunft, um uns ein bisschen auszuruhen.

Nachdem wir uns mit sehr guter Pizza gestärkt hatten, sind wir dann in die Stadt gelaufen und haben überlegt, wie wir zum Bus kommen, der uns dann zur Unterkunft bringen soll. Wir sind unserem Google Maps gefolgt und dann im „Latin Quarter“ gelandet. Dort gab es viele kleine Pubs und Geschäfte und ganz viel Straßenmusik. In dem Moment dachte ich wirklich: „Jetzt kann unser Urlaub losgehen!“

Eine Bustour zu den Cliffs of Moher

Am Mittwoch mussten wir zeitig aufstehen und in die Stadt fahren. Dort haben wir uns wieder Picknick gekauft und sind dann schon in die Bustour gestartet. Diese führte uns zu den Cliffs of Moher an die Westküste Nordirlands. Wir hatten einen super coolen Busfahrer, der uns auf jeden Fall sehr gut durch diesen Tag gebracht hat. Unser erster Stop war in der Nähe von Knockgarra und wir hatten einen wirklich schönen Ausblick auf das Meer.

An diesem Stopp haben wir uns auch mit dem Busfahrer unterhalten können und haben ihn nach ein bisschen Small Talk auf seinen Aufenthalt in Deutschland angesprochen, das hatte er nämlich kurz vorher einmal erzählt. Überhaupt haben wir hier ja schon echt viele Menschen getroffen, die schonmal in Deutschland waren. Meistens werden da aber große Städte wie Hamburg, Hannover, München, Bremen, etc oder der Schwarzwald, genannt. Die meisten Menschen kennen nicht mal Dresden und deswegen sage ich jetzt schon immer einfach, dass ich nahe der polnischen Grenze wohne.

Deswegen habe ich in keiner Sekunde damit gerechnet, dass dieser Busfahrer tatsächlich in Weißwasser gearbeitet hat und sogar mein Heimatdorf kannte. NOCH NIE hätte er jemanden getroffen, der das kennt und ich konnte es einfach überhaupt nicht glauben. Das erste Mal hatte auch ich jemanden getroffen, der wirklich meine Region kannte und dort war. Mein Grinsen ging die ganze Bustour auf jeden Fall nicht mehr weg.

Nach ungefähr 20 Minuten ging es weiter und der nächste Stop hieß: Cliffs of Moher. Als wir dort angekommen sind, haben wir erst einmal Postkarten gekauft und uns dann auf den Weg gemacht. Ich denke ab jetzt sagen die Bilder mehr als Worte, denn es war wirklich wirklich echt schön.

Es gab zwei Wanderwege zur Auswahl und wir wollten beide mitnehmen, deswegen haben wir uns beeilt und sind erst nach rechts, wieder zurück und dann nach links gelaufen. Egal wo man war, der Blick hat jedes Mal überzeugt. Gottes Schöpfung ist wirklich wunderschön.

Nach zwei Stunden, in denen wir uns alles angeguckt hatten, mussten wir zurück zum Bus und haben uns dann auch schon wieder auf die Heimreise gemacht. Weil wir aber auf dem Rückweg ein paar mehr Stopps auf dem Plan hatten, hat diese dann noch eine Weile gedauert. Wir sind also zu einem Restaurant gefahren, wo man sich etwas leckeres holen konnte. Wir waren aber vorbereitet und haben unser Lunchpaket verspeist. Nach einer Stunde, sind wir dann weitergefahren und haben dann bei den „Baby Cliffs of Ballyreen“ einen Stop eingelegt.

Der letzte Halt war die meistfotografierteste Burg in ganz Irland, das Dunguaire Castle. Es war schon echt sehr schön, aber ich bin mir sicher, dass es mit Sonnenschein noch schöner gewesen wäre.

Den zweiten Tag in Galway verbrachten wir ganz einfach mit Sightseeing. Da wir schon aus der Ferienwohnung raus mussten, sind wir mit dem Bus in die Stadt gefahren und waren als erstes in der Kathedrale von Galway.

Nachdem wir nun auch dieses Wahrzeichen der Stadt gesehen hatten, sind wir noch ein letztes Mal ins Latin Quarter gegangen, haben uns Essen für die Fahrt geholt und die kleinen Gässchen angeschaut. Der letzte Stop vor der Busfahrt nach Cork war der Hafen, an dem wir ein bisschen ausgeruht haben, bevor es dann wirklich los ging.

Mein Fazit zu Galway ist, dass die kleinen Gassen wirklich schön sind und gerade das Latin Quarter eine wunderbare Stimmung verbreitet. Unsere Bustour war auch super easy zu buchen und das hat alles perfekt geklappt. Auch mit dem Essen konnten wir uns nicht beklagen, denn da gab es wirklich genügend Auswahl. Wir haben es leider nicht wirklich an einen naheliegenden Strand geschafft, aber das gibt Grund zum Wiederkommen. Trotz allem war es aber auch echt voll, denn es waren ja Osterferien. Wenn ich also wiederkommen, dann irgendwann, wenn nicht so viel los ist.

Und dann ging es ab nach Cork, was ihr bald im nächsten Blogbeitrag lesen könnt.

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